Symptome und diagnostische Maßnahmen bei Prostatakrebs

Prostatakrebs ist heute bei Männern mit einem Anteil von einem Viertel aller Tumorerkrankungen die häufigste Krebsart. Solange der Tumor auf die Vorsteherdrüse begrenzt bleibt, bestehen gute Heilungschancen.

Die Prostata oder Vorsteherdrüse umschließt die Harnröhre direkt unter der Blase. Sie dient der Produktion eines Sekretes, die beim Samenerguss zusammen mit den Spermien das Ejakulat bilden. Ohne diese Flüssigkeit sind die männlichen Spermien bewegungsunfähig. Die Prostata ist anfällig für Krebserkrankungen und somit der am häufigsten vorkommende Krebs bei Männern. Allerdings sind die Zukunftsaussichten gut, solange der Tumor bei Entdeckung auf die Vorsteherdrüse begrenzt ist.

Ursachen für den Ausbruch der Krankheit sind bislang noch nicht bekannt, viele vermeintliche Risikofaktoren konnten ausgeschlossen werden. Dazu gehören beispielsweise ernährungsbedingte Einflüsse, Alkoholkonsum, Sex (egal ob viel oder wenig), eine Vasektomie oder Geschlechtskrankheiten. Sicher ist hingegen, dass Prostatakrebs bei jungen Männern eher unbekannt ist: Vor dem 50. Lebensjahr tritt die Krankheit extrem selten auf. In der Regel wird ein Tumor erst ab dem 70. Geburtstag diagnostiziert. Deshalb gibt es in der Krebsforschung starke Vermutungen, dass ein Krebs der Vorsteherdrüse mit dem Hormon Testosteron zusammenhängt. Der Entzug dieses Hormons spielt bei der Behandlung von Prostatakrebs auch eine große Rolle und zeigt gute Erfolge. Derzeit wird über eine Prävention mittels Medikamenten nachgedacht, die in den Hormonhaushalt eingreifen. Es wurden diverse Studien dazu durchgeführt, die jedoch zeigten, dass diese Methodik bislang zu gravierenden Nebenwirkungen führt.

Oft wurde auch schon über eine eventuelle familiäre Vorbelastung gesprochen oder geschrieben. Eine Auswertung des schwedischen Familienkrebsregisters hat jedoch ergeben, dass Vererbung bei dieser Krebsart nur eine geringe Rolle spielt.

Die gängigen Früherkennungsuntersuchungen sind umstritten. Durch die Tastuntersuchung, die für Männer ab 45 zur Krebsvorsorge gehört, können in der Regel nur Tumore ertastet werden, die schon eine gewisse Größe erreicht haben. Zur Früherkennung gehört auch der PSA-Test, der mittels einer Blutprobe das prostataspezifische Antigen bestimmt. Ein positiver Befund bedeutet jedoch nur die Anfälligkeit für Krebsbefall, aber keinesfalls eine Krebsdiagnose.