22. Jun 2010
Die Entwicklung von Krebserkrankungen wird in Deutschland in einer Krebsstatistik systematisch beobachtet, analysiert und ausgewertet. Dank der Fortschritte in der Vorsorge entwickelt sich die Statistik positiv.
Eine Krebsstatistik enthält alle grundlegenden Daten über die Anzahl der krebserkrankten Menschen. Dazu gehören das durchschnittliche Alter bei Auftritt der Krankheit und viele weitere Details wie zum Beispiel die daraus resultierenden Todesfälle oder die Überlebensdauer nach der ersten Diagnosestellung. In Europa erkrankt jeder dritte Mensch in seiner Lebenszeit einmal an Krebs. Männer sich statistisch gesehen allgemein etwas häufiger von Krebserkrankungen betroffen als Frauen. Die Krebsarten sind dabei je nach Geschlecht ganz unterschiedlich häufig. Männer erkranken am häufigsten an Lungenkrebs, was wohl auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Männer mehr rauchen als Frauen. Gefolgt wird der Lungenkrebs bei Männern direkt von Dick- und Enddarmkrebs und der Prostatakrebs. Frauen hingegen erkranken laut der Krebsstatistik am häufigsten an Brustkrebs und zweithäufigsten an Lungenkrebs. An dritter Stelle kommt bei Frauen der Dick- und Enddarmkrebs. Es gibt viele Krebsformen, die speziell bei Kindern und Jugendlichen auftreten wie zum Beispiel Leukämie oder Hirntumore. Die meisten Krebserkrankungen treten aber laut Krebsstatistik erst in höherem Alter auf. Ab 60 Jahren steigt das Risiko kontinuierlich mit fortschreitendem Alter an.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können eine auftretende Krankheit frühzeitig erkennen und eine Behandlung kann schnell begonnen werden. Die Gefahr an einer Krebserkrankung zu sterben, sinkt jedoch bei einem frühen Zeitpunkt der Diagnose. Umso früher der Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs schon im Körper gestreut und Metastasen gebildet hat. In den letzten 10 bis 15 Jahren sind die Zahl der Krebserkrankungen und die damit verbundenen Todesfälle in Europa zurückgegangen. Dies liegt zum einen an den fortschrittlichen Therapiemethoden, neuen Krebsmedikamenten und auch an der Bereitschaft, sich regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse machen auch weiterhin große Fortschritte, sodass man in Zukunft auch mit einem weiteren Rückgang der Krebserkrankungen rechnen kann.