Krebsstatistik – Zahlen und Quoten der Krankheit.

Krebs wird als Geißel des Jahrhunderts bezeichnet, obwohl die Krankheit nicht die häufigste Sterbeursache ist und oft geheilt werden kann. Die folgende Krebsstatistik zeigt die wahren Raten der Erkrankung.

Aus der Krebsstatistik erfährt man, wie viele Menschen im Jahr an Krebs erkranken, wie viele die Krankheit überleben und die Anzahl der Menschen, die zurzeit mit Krebs leben. Die Statistik hat eine große Bedeutung für die Medizin.

Laut einer Berliner Statistik lebten 2006 insgesamt 1,4 Millionen Krebskranke in Deutschland, die die Diagnose vor höchstens 5 Jahren erhalten hatten. Nach den Schätzungen des Instituts haben im Jahr 2010 1,45 Millionen Patienten die Erkrankung Krebs, davon 731.000 Männer und 721.000 Frauen. An dieser Erkrankung starben 210.930 Menschen, was 2006 jeden vierten Todesfall ausgemacht hat. Jedoch sterben an Krebs weniger Menschen als an Herz-Kreislauf-Störungen.

Mehr als die Hälfte aller krebskranken Patienten lebt mehr als fünf Jahre nach der Erkennung der Krankheit noch immer. Und da fast jeder Dritte von bösartigen Tumoren geheilt werden kann, haben die Kranken gute Chancen auf eine erfolgreiche Therapie während dieser Zeitspanne. Ziemlich selten sind die sogenannten Spontanremissionen, wenn ein bösartiger Tumor verschwindet ohne jegliche Behandlung oder infolge einer wissenschaftlich nicht anerkannten Therapie.

Die Krebsstatistik besagt, dass im Jahr 2006 426.800 Menschen in Deutschland neu an Krebs erkrankt sind. Für das Jahr 2010 stellt man Prognosen von 450.000 Neuerkrankungen. Aber der Zuwachs an den Erkrankungen ist von der Änderung des durchschnittlichen Bevölkerungsalters abhängig, im Mittel sind ältere Menschen nämlich gefährdeter als jüngere. Für achtzigjährige Menschen ist das Risiko einer Krebsdiagnose 200 mal höher als für Fünfzehnjährige. Jedoch erkranken in Deutschland rund 1.750 Kinder unter 15 Jahren jährlich an Krebs. In diesem Alter sind Leukämien, Tumore des Gehirns und des Rückenmarks die seltenen Arten von Krebs. Was aber bei Kindern und Jugendlichen fast nie beobachtet wird, ist Prostatakrebs. Vor dem Alter von 50 Jahren ist die Diagnose eine Seltenheit; mit steigendem Alter wird die Erkrankungswahrscheinlichkeit größer: Mit 70 Jahren liegt das Risiko bei 6,3 Prozent. Umgerechnet bedeutet es, dass unter 1000 Männern in diesem Alter 63 einen Prostatatumor haben.