01. Jun 2010
Krebsmedikamente, in Fachkreisen auch Zytostatika genannt, kommen bei zahlreichen Krebserkrankungen zum Einsatz. Sie verlangsamen das Zellwachstum des Tumors, haben aber zum Teil auch nicht unerhebliche Nebenwirkungen.
Krebs ist eine der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen und zählt trotz der guten Therapiemethoden auch immer noch zu den häufigsten Todesursachen beim Menschen. Krebsmedikamente, in Fachkreisen auch Zytostatika genannt, kommen bei zahlreichen Krebserkrankungen zum Einsatz. Mit ihrer besonderen Haupteigenschaft, das Zellwachstum von Krebszellen effektiv zu verlangsamen oder diese abzutöten, können Krebsmedikamente in vielen Fällen den Verlauf der Erkrankungen positiv beeinflussen oder im besten Fall sogar zu einer vollständigen Heilung der Patienten führen. Durch die Krebsmedikamente kann das Leben zumindest in den meisten Fällen um einige Jahre verlängert werden. Die Medikamente sind in der Lage, die unerwünschten Tumorzellen im Körper direkt im Stadium der Zellteilung zu beeinflussen, sodass sie nicht mehr weiter wachsen.
Das Tumorwachstum wird so zwar eingegrenzt, leider werden durch die Medikamente aber auch gesunde Zellen angegriffen, was viele Nebenwirkungen auslösen kann. Aus diesem Grund werden Zytostatika nur für kurze Zeit und mit regelmäßigen Pausen zwischen den Behandlungszyklen eingenommen. In den Pausen kann sich der Körper von den unerwünschten Nebenwirkungen erholen. Typischen Nebenwirkungen, die man bei einer Krebstherapie mit Zytostatika beobachten kann, sind zum Beispiel die Symptome Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfälle. Bei manchen Patienten kommen außerdem noch Entzündungen der Mundschleimhaut, Appetitmangel und der Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn hinzu. Die modernen Krebsmedikamente sind in ihren Nebenwirkungen mittlerweile besser verträglich als früher, ganz ohne Nebenwirkungen geht aber keine Therapie vonstatten. Bei zu großer Unverträglichkeit werden oft auch andere Medikamente ausprobiert, bis man das individuell für diesen Patienten am besten verträgliche gefunden hat. Nicht jedes Krebsmedikament kann auch bei jeder Krebsform angewendet werden. Oft gibt es für bestimmte Krebstypen auch das passende Medikament zur Behandlung. Darüber hinaus werden bei den meisten Patienten weiterführende Methoden wie zum Beispiel die Strahlentherapie oder chirurgische Maßnahmen neben der medikamentösen Therapie eingesetzt.