Ist ein subcutaner Tumor immer gleich bösartig?

Für wahrscheinlich jeden gilt die Diagnose Tumor als überaus besorgniserregend. Doch ist ein Tumor immer gleich Krebs? Und was ist das Besondere bei sogenannten subkutanen Tumoren?

Eine Erkrankung durch einen Tumor wird zunächst oft mit einer Krebsdiagnose gleichgesetzt. Doch ein Tumor muss nicht immer bösartig sein. Erst einmal bezeichnet der Begriff Tumor (lateinisch tumor = Schwellung oder Geschwulst) eine Vergrößerung eines Gewebevolumens. Da in der Medizin sowohl einfache Schwellungen und Entzündungen als auch Stuhlansammlungen im Darmbereich unter dieser Bezeichnung verstanden werden können, lässt sich das Wort Tumor nicht mit einer Krebsdiagnose gleichsetzen.

Die Begrifflichkeit subkutan bezeichnet etwas, das unter der Haut liegt oder unter die Haut gegeben wird, beispielsweise eine (subkutane) Injektion. Ist von einem subkutanen Tumor die Rede, so heißt das, dass eben jene Vergrößerung eines Gewebsvolumens unter der Haut liegt und somit ertastet werden kann.

Solch ein subkutan liegender Tumor kann sehr viele Ursachen haben. Allgemein lässt sich eine solche Gewebsvermehrung in drei unterschiedliche Prozesse einordnen. Zunächst kann es sich um eine reine Fehlbildung von Gewebe handeln. Ein weiterer Entstehungsprozess steckt hinter einem autonomen und irreversiblem Wachstum von Gewebe - sogenannte Geschwülste. Der dritte mögliche Prozess beschreibt ein reaktives Wachstum, eine sogenannte Gewebshyperplasie. Häufig steckt ein völlig ungefährliches Lipom hinter dem kleinen Knoten unter der Haut. Dieses Lipom tritt verhältnismäßig oft auf und verkörpert eine hautfarbene oder gelbliche Fehlbildung des Fettgewebes. Es tritt häufig schon im Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter auf und ist meist schmerzlos und weich.

Auch Zysten sind häufig anzutreffen. Dabei handelt es sich um Gewebsflüssigkeiten, die unter der Haut verkapselt sind. Von den Haarwurzeln oder den Talgdrüsen ausgehend, können besonders bei Frauen sogenannte Syringome entstehen. Diese gutartigen Vergrößerungen sind besonders auf der Brust oder an der Augenpartie anzutreffen. Fühlt man Knötchen im Bereich der Brust, muss dies noch lange nicht Brustkrebs bedeuten. Auch entzündete Drüsen oder die zu Beginn genannten Lipome können dafür verantwortlich sein. Dennoch sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, wenn eine Gewebevermehrung zu tasten ist.