Hautkrebs erkennen: das kann man mitunter selbst

Wenn man Hautkrebs erkennen will, kann man sich der ABCD-Regel bedienen. Treffen mehrere der Merkmale auf eine Pigmentveränderung zu, ist eine weitere Abklärung beim Facharzt notwendig.

Etwa 16 % des menschlichen Körpergewichtes stellt die Haut dar, was sie zu einem überaus wichtigen Organ macht. Die Haut bietet dem Körper Schutz vor Hitze, Kälte und mechanischer Schädigung, hält die Körpertemperatur über die Regulierung der Durchblutung in gewissen Grenzen konstant, fungiert als Speicherorgan für Wasser und Fett und darüber hinaus mit zahlreichen Nervenfasern auch als Sinnesorgan. Das Organ besteht aus zahlreichen Zellen, bei denen es mitunter auch zu Entartungen kommen kann.

Beim Hautkrebs unterscheidet man zwischen dem hellen und dem gefährlicheren schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Die Entartung geht dabei jeweils von verschiedenen Zellen der Haut aus. Der helle Hautkrebs kommt weitaus häufiger vor als das maligne Melanom, jedes Jahr werden weltweit etwa 2,5 Millionen Neuerkrankungen registriert. Als Ursache gilt vor allem langjährige Sonnenbestrahlung. Daneben kann aber auch der Kontakt mit bestimmten Chemikalien wie beispielsweise Arsen, selten auch Komplikationen nach Verbrennungen, chronische Entzündungen, Narben oder Tätowierungen eine Krebsentstehung begünstigen. Ein erhöhtes Risiko besteht für Menschen mit hellem Teint und blondem oder rotem Haar sowie grauen, blauen oder grünen Augen.

Wie bei den meisten anderen Krebsarten, kann man frühzeitig auch Hautkrebs erkennen und so den Verlauf der Krankheit günstig beeinflussen. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen führen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening durch. Dabei werden eine standardisierte Anamnese, Untersuchung und Beratung durchgeführt. Die Zeichen für Hautkrebs erkennen kann man mitunter jedoch auch selbst. Dazu kann man sich der sogenannten "ABCD-Regel" bedienen und verdächtige Pigmentveränderungen selbst unter die Lupe nehmen. Nach der ABCD-Regel können Asymmetrie (A), eine unregelmäßige Begrenzung (B), verschiedene Verfärbungen (C wie "colour") und ein Durchmesser (D) über sechs Millimeter auf ein Melanom hinweisen. Wissenschaftler betonen jedoch, dass nicht jedes Melanom diese Merkmale aufweisen muss und man bei Verdacht in jedem Fall einen Facharzt zur weiteren Abklärung aufsuchen sollte.