08. Mrz 2010
Noch vor wenigen Jahrzehnten starben viele Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Prävention durch eine jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung sowie die Möglichkeit einer Impfung nehmen die Angst vor diesem Schreckgespenst.
Mittlerweile sterben nur noch sehr wenige Frauen an Gebärmutterhalskrebs, Prävention sei Dank. Die nordrhein-westfälische Krebsgesellschaft veröffentlichte im Dezember 2007 Mut machende Zahlen: Jährlich erkranken nur 6500 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs; Prävention sorgt dafür, dass die Krankheit früh erkannt wird. Dann betragen die Heilungschancen nahezu 100 Prozent.
Allerdings ist dieser Krebs, wie alle anderen Krebsarten auch, eine extrem belastende und ängstigende Erfahrung. Da Gebärmutterhalskrebs sich jedoch über Vorstufen entwickelt, ist es möglich, die Krankheit schon vor ihrem Ausbruch zu entdecken und entsprechend zu handeln. Die wichtigste Früherkennungsuntersuchung ist der sogenannte Pap-Test. Dabei entnimmt der Frauenarzt einmal jährlich mit einem Wattestäbchen etwas Zellmaterial aus dem Muttermund. Diese Zellen werden unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von sogenannten HP-Viren hin untersucht. Sollte keine Infektion mit diesen Viren nachweisbar sein, ist die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs ausgeschlossen. Bei einem positiven Befund - Viren wurden nachgewiesen - ist ebenfalls keine Aufregung vonnöten. Die Infektion geht in den allermeisten Fällen auch ohne Behandlung zurück. Allerdings sollte sie im Auge behalten werden, da eine langandauernde HPV-Infektion bei einigen Frauen zu Krebsvorstufen und damit zu Gebärmutterhalskrebs führt.
Mittlerweile hat die wissenschaftliche Forschung festgestellt, dass besonders Frauen mit einem schwachen Immunsystem sowie Raucherinnen anfällig für eine Infektion mit HP-Viren sind. Auch Frauen, die in einem frühen jugendlichen Alter zum ersten Mal Geschlechtsverkehr hatten sowie Frauen mit oft wechselnden Sexualpartnern zählen durch die erhöhte Ansteckungsgefahr zur Risikogruppe. HP-Viren werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen. Seit Kurzem gibt es eine wirksame Möglichkeit, sich vor einer Infektion zu schützen: eine Impfung. Empfohlen wird sie für Mädchen und Jungen vor ihrem ersten Sex. Die Stiko - Ständige Impfkommission - sprach eine Empfehlung für die Impfung zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr aus, weshalb in diesen Fällen die Krankenkassen eine Immunisierung bezahlen.