27. Apr 2010
Die Entwicklung in der Pharmaforschung hat vor allem in den letzten Jahrzehnten riesige Schritte gemacht. Besonders auf dem Gebiet der Krebsmedikamente wurden imposante Erfolge erzielt.
Die Krankheit Krebs wird landläufig oft als die Geißel der Menschheit bezeichnet. Kaum ein anderes Krankheitsbild verläuft so heimtückisch wie dieses, und häufig ist es für die Betroffenen bereits zu spät, wenn es erkannt wird. Doch in den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet der Krebsmedikamente einiges getan. In der klassischen Medizin gilt nach wie vor die Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie als wirksamstes Mittel. Verbessert hat sich hier in erster Linie die „Zielgenauigkeit“ der Krebsmedikamente. Früher wurde der Körper bei hohen Dosen der Chemotherapie wesentlich mehr in Mitleidenschaft gezogen als heute.
Noch immer ist die Therapie eine extreme Belastung für den Körper, die meistens mit dem Verlust der Körperbehaarung und anderen furchtbaren Nebenwirkungen einhergeht, doch der Wirkstoff kann mittlerweile gezielter auf die Tumore wirken. Die Krebsmedikation ist „intelligenter“ geworden. Sitzt etwa ein Tumor in der Leber, erkennt das Medikament die Leberzellen und entfaltet erst dort den größten Teil seiner Wirkung. Diese in Deutschland entwickelte Therapieform ist international mit dem für die Wissenschaft höchsten Preis dotiert worden, doch sie steckt noch in den Kinderschuhen und die Pharmaforschung arbeitet unter Hochdruck an ihrer Weiterentwicklung.
Für krebskranke Menschen ist allerdings nicht nur die medizinisch indizierte Medikation wichtig, sondern auch die Betreuung der Seele. Häufig fallen Betroffene bei der ersten Diagnose in ein tiefes Loch, was nicht selten zu einer Depression führt. Daher sollte man frühzeitig auch daran denken, etwa einer Selbsthilfegruppe beizutreten oder psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen. Auch der Weg zum Heilpraktiker kann Linderung verschaffen. Dieser hat vor allem im Bereich der Phytotherapie verschiedene Möglichkeiten, das Immunsystem des Patienten – etwa durch Mistel oder mithilfe verschiedener Pilze – zu stärken und für einen besseren Allgemeinzustand zu sorgen. Vor allem jedoch kann er mit einer Darmsanierung im Anschluss an eine Chemotherapie erreichen, dass das Gift schneller wieder aus dem Körper herausgeschwemmt wird, und somit die Belastung reduzieren.