Ein exophytischer Tumor und die Risikofaktoren

Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung hilft, starke Schmerzen zu vermeiden und Leben zu retten. Der so genannte exophytische Tumor gehört zu den Darmtumoren. Eine Therapie kommt oft zu spät.

Diese Art von Tumor gehört zu der Gruppe der Darmtumoren. Unterschiede zu den anderen Krebsarten finden sich in Form und Rand. Dieser Tumor hat eine blumenkohlartige Form und grenzt sich scharf vom umliegendem Gewebe ab. Er tritt meist im Alter auf und vorwiegend bei Männern. Die Lage ist in der Regel der Dickdarm und kann in einigen Fällen durch eine endoskopische Untersuchung lokalisiert werden. Dabei wird ein Fieberendoskop in den Darm geschoben, und über einen Monitor kann man den gesamten Dickdarm untersuchen. Das ist zwar ein unangenehmer Vorgang, kann aber im Ernstfall Schmerzen vermeiden und Leben retten. Besonders Männer sind dazu aufgerufen, weil bei ihnen das Risiko sehr viel höher liegt als bei Frauen.

Die eigentliche Typisierung kann allerdings erst bei einem sogenannten Schnellschnitt vorgenommen werden. Das richtige Bild des Tumors kann erst unter dem Mikroskop erkannt werden. Der Krebs bleibt lange Zeit unerkannt, da es kaum zu Symptomen kommt. Später, wenn der Tumor blutet oder zu groß geworden ist, dann macht er auch unerträgliche Beschwerden. Als einziges Frühzeichen ist das unsichtbare Bluten zu nennen, das nur unter dem Mikroskop erkennbar ist. Deshalb gehört der Blutschnelltest auch in manchen Ländern zur Früherkennung von Darmkrebs. Allerdings gehört er leider nicht zum Standard für die Vorsorge.

Nun kommen wir zu den Risikofaktoren. Ein großes Risiko sind das Alter und das Auftreten von Darmpolypen, die schnell entarten können. Auch wenn jemand familiär vorbelastet ist, das heißt, wenn es in der Familie schon diese Form von Darmkrebs gab, kann es verstärkt zum Darmkrebs kommen. Aber auch der Patient mit einer Colitis ulzerosa ist stark gefährdet und sollte regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Man sollte sowieso ab einem bestimmten Alter, meist ab Ende dreißig, regelmäßig den Darm auf Auffälligkeiten überprüfen lassen. Um auch die kleinste Veränderung wahrnehmen zu können, ist es wichtig, keine Untersuchung auszulassen. Nur ein kurzer Zeitraum reicht manchmal aus, um aus einem kleinen Geschwür einen ausgewachsenen Tumor zu machen, und dann ist es meist zu spät für eine Therapie.