Das eigene Dickdarmkrebs-Risiko erkennen und vorbeugen

Viele Faktoren beeinflussen das Risiko, an einer Krebsart zu erkranken. Das Dickdarmkrebs-Risiko wird neben der genetischen Vorbelastung vor allem durch einen nachteiligen Lebenswandel beeinflusst.

Es gibt bestimmte Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass ein Mensch ein erhöhtes Risiko hat, im Laufe seines Lebens an einer Krebsart zu erkranken. Wer sich über seine persönlichen Risikofaktoren bewusst ist, kann frühzeitig etwas dagegen unternehmen.

Für die verschiedenen Krebsarten sind teilweise sehr unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Eine familiäre Vorbelastung ist jedoch für alle Krebsarten ein großer Risikofaktor. Das genetische Risiko kann bei einigen Krebsarten durch medizinische Tests ermittelt werden.

Das Dickdarmkrebs-Risiko ist bei einer familiären Vorbelastung besonders groß. Deshalb sollten frühzeitig Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, wenn in der Familie Fälle von Darmkrebserkrankungen bekannt sind. Aber auch andere Faktoren beeinflussen das Dickdarmkrebs-Risiko in besonderer Weise. Die Gefahr an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Der Körper ist immer weniger in der Lage, gegen entartete Zellen vorzugehen, je älter er wird. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung wichtig. Vorstufen der Krankheit können frühzeitig durch eine Darmspiegelung erkannt werden. Wenn Darmkrebs rechtzeitig behandelt wird, ist er durchaus heilbar. Weitere Risikofaktoren sind Erkrankungen wie Diabetes und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Bei Diabetes kann das Insulin für eine Vermehrung bösartiger Zellen verantwortlich sein, da es im Verdacht steht, das Zellwachstum anzuregen. Bei einer permanenten Darmentzündung wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa vermehrt sich das Risiko, weil aus der Entzündung heraus bösartige Zellen entstehen können. Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, ist vor allem bei Colitis Ulcerosa erhöht.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Menge des Bauchfettes einen Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben kann. Grundsätzlich trägt ein gesunder Lebenswandel entscheidend dazu bei, das eigene Krebsrisiko zu verringern. Fettreiches Essen, wenig Bewegung, das daraus resultierende Übergewicht, ein gesteigerter Alkoholkonsum und Rauchen sind die größten Gefahren und gleichzeitig am einfachsten selbst zu beeinflussen.