18. Jun 2010
Ab fünfzig sollte man in regelmäßigen Abständen eine Darmspiegelung machen lassen, um das Dickdarmkrebs Risiko zu senken. Auch ausgewogene Ernährung und geringer Nikotin- und Alkoholkonsum minimieren es.
Je nachdem, ob sich der Tumor im oberen oder unteren Abschnitt des Dickdarms befindet, wird er als Kolonkarzinom oder Rektumkarzinom bezeichnet. Allgemein spricht man auch von einem kolorektalen Karzinom. Meist entsteht der Dickdarmkrebs aus gutartigen Schleimhautwucherungen, den Polypen oder Adenomen. Wenn man rechtzeitig zur Darmspiegelung geht, dann lassen sich diese Polypen früh genug entdecken und entfernen. Noch bevor sie bösartig werden. Deshalb sollten Männer und Frauen ab fünfzig regelmäßig eine Darmspiegelung durchführen lassen. Denn die Wahrscheinlichkeit an dieser Art Krebs zu erkranken, nimmt in diesem Alter zu. Lässt man etwa alle sieben bis zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen, lässt sich das Dickdarmkrebs Risiko erheblich senken.
Ursache für die Entstehung dieser Polypen sind in der Regel die Lebensgewohnheiten. Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung erhöhen das Risiko genauso wie Alkohol und Nikotin. Pflanzliche Lebensmittel stehen meist viel zu selten auf den täglichen Ernährungsplan und das verursacht Mängel. Vitamine und Mineralstoffe sollte man dem Körper aber nicht über sogenannte Nahrungsergänzungsmittel zuführen, sondern über eine ausgewogene Ernährung. Auch Übergewicht fördert die Entstehung von Schleimhautwucherungen. Fleisch- und fettarme Kost mit viel Obst und Gemüse sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, wenn man das Dickdarmkrebs Risiko senken will.
Eine Risikogruppe bilden auch die Menschen, bei denen genetisch bedingt häufiger Darmerkrankungen auftreten. Wenn ein Verwandter ersten Grades bereits an Dickdarmkrebs erkrankt ist, so sollte man sich rechtzeitig und regelmäßig untersuchen lassen. Ungefähr fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen sind genetisch bedingt. Ein erhöhtes Risiko ist besteht immer dann, wenn in der Verwandtschaft mehrere Fälle von Brust-, Gebärmutter- oder Dickdarmkrebs auftreten. Es gibt bisher zwei bekannte Arten von vererbbarem Dickdarmkrebs. Zum einen die familiäre adenomatöse Polyposis, kurz FAP und das vererbbare nicht-polypöse Kolonkarzinom, kurz HNPCC.