Blasenkrebs – ein bösartiger Tumor der Harnblase

Der Blasenkrebs ist eine der am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen weltweit. Früh erkannt und mithilfe einer guten Therapie kann die Aussicht auf Heilung deutlich erhöht werden.

Der Blasenkrebs (Blasenkarzinom) ist ein bösartiger Tumor, der in den meisten Fällen von der Schleimhaut der Harnblase ausgeht. Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Faktoren, wie der Tabakkonsum, einige Chemikalien, bestimmte Medikamente oder eine chronische Blasenentzündung, erhöhen das Risiko. Das Blasenkarzinom tritt bei etwa 3% aller Krebspatienten auf und ist die weltweit am fünfhäufigsten vorkommende Form von Krebs. Männer sind dabei dreimal so oft betroffen wie Frauen. Bei etwa 29000 Menschen wird allein in Deutschland jährlich dieser Tumor diagnostiziert.

Anfangs noch kaum wahrzunehmen, können im fortgeschrittenen Stadium Blutspuren im Urin und häufiges und mit Schmerzen verbundenes Wasserlassen Symptome für eine Erkrankung sein. Da aber diese Anzeichen auch andere Ursachen haben könnten, ist es dringend erforderlich, einen Urologen aufzusuchen. Unterschiedliche Diagnoseverfahren, wie etwa die Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomografie, können Aufschluss darüber geben, ob eine Krebserkrankung vorliegt. Alle diese diagnostischen Verfahren sind aber nicht fehlerfrei. Endgültig und zweifelsfrei kann daher nur durch die Entnahme von Gewebe der Harnblase das Auftreten bestätigt werden.

Die Einordnung von Blasenkarzinomen erfolgt nach der TNM-Klassifikation, einem System, das der Stadieneinteilung von Tumoren dient. Die Behandlung von Blasenkrebs orientiert sich daran, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Oberflächliche Tumore, wie sie bei etwa 70- 80 % der Erkrankten diagnostiziert werden, haben eine gute Behandlungschance, da in den seltensten Fällen bereits Metastasen gebildet wurden. Es wird entweder eine organerhaltende Therapie angewandt, bei welcher der Tumor endoskopisch durch die Harnröhre entfernt wird, oder es wird durch ein Bakterium eine Entzündungsreaktion in der Blase ausgelöst, mit der die Tumorzellen entfernt werden sollen. Wenn sich bereits Metastasen gebildet haben oder die angewandten Therapieverfahren wirkungslos blieben, ist die operative Entfernung der Harnblase unumgänglich. Die Früherkennung des Blasenkarzinoms und eine gute Therapie sind für die Heilungsaussichten maßgeblich.