04. Dez 2009
Bei Brustkrebs sollte der Tumor möglichst operativ entfernt werden. Zur Therapie eines bereits streuenden Karzinoms oder zur Senkung des Rezidivrisikos nach einer Operation ist auch Bestrahlung bei Brustkrebs möglich.
Brustkrebs ist in Deutschland bei Frauen die häufigste Krebserkrankung -jedes Jahr erkranken mehr als 57.000 Frauen an dieser Krebsart. Die genaue Ursache kann oft nicht ermittelt werden, jedoch ist im Regelfall eine Veränderung des Erbmaterials beteiligt; dies kann zum Beispiel durch genetische Vererbung geschehen. Andere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum, die Einnahme von Hormonpräparaten oder der Umgang mit chemischen Giftstoffen.
Die Erkrankung beruht auf einer gut- oder bösartigen Veränderung bestimmter Zelltypen der Brust. In 75 % der Fälle handelt es sich um ein gutartiges Karzinom, das häufig vom Bindegewebe der Brust ausgeht. Bösartige Tumore, oder auch Mammakarzinome, gehen in den meisten Fällen auf eine Entartung des Drüsengewebes der Brust zurück.
Die Diagnosestellung von Brustkrebs erfolgt mittels eines Brustscreenings, bei dem der Körper mit Röntgenstrahlung durchleuchtet wird. Die Therapie der Wahl ist bei Brustkrebs in der Regel eine Operation. Dabei wird versucht, das Karzinom vollständig zu entfernen.
Die Bestrahlung bei Brustkrebs wird dann angewandt, wenn der Tumor bereits gestreut hat. Auch nach einer brusterhaltenden Operation erfolgt häufig noch eine Bestrahlung der Brust um das Risiko eines Rückfalls so gering wie möglich zu halten. Bei der Strahlentherapie werden Krebszellen direkt mittels radioaktiver Strahlung zerstört. Die Bestrahlung bei Brustkrebs kann von innen oder von außen erfolgen und wird meist in mehreren Zyklen von einigen Tagen oder Wochen durchgeführt. Der genaue Behandlungsablauf wird für jeden Patienten individuell bestimmt. Wichtig ist dabei, dass die anatomischen Strukturen im Vorfeld so genau wie möglich erfasst werden, um die exakte Bestrahlungsposition ermitteln zu können. Dennoch kann bei der Bestrahlung auch gesundes Gewebe geschädigt werden, was zu Nebenwirkungen führen kann. Dazu zählen zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Veränderungen des Blutes und der Haut sowie Haarausfall. Durch entsprechende Medikamente können einige der genannten Nebenwirkungen vermieden werden.