17. Mrz 2010
Die Behandlung von Leukämie bei Kindern hat in den letzten Jahren einerseits gute Fortschritte gemacht, andererseits gibt es noch eine ganze Menge zu forschen, um dieser tückischen Krankheit Herr zu werden.
Besonders bei Kindern kann die Behandlung von Leukämie wesentliche Fortschritte verzeichnen. Und dennoch: Es gibt noch viel zu tun, um dieser heimtückischen Krankheit verstärkt den Kampf anzusagen. Vor allem betroffene Eltern leukämiekranker Kinder brauchen weiterhin verstärkte und verbesserte Unterstützung, damit sie als engste Vertraute ihrer Kinder bei der Behandlung der Krankheit selbst stabil bleiben und gleichzeitig in deren Nähe sein zu können.
Kinderkrebsstationen und Kinder-Leukämie-Zentren gibt es im Wesentlichen nur in großen Krankenhäusern, in Uni-Kliniken oder in spezialisierten Hospitälern, die meistens weit weg sind vom vertrauten Heim und von der heimischen Umgebung. Für die betroffenen Eltern heißt das - hoffentlich vorübergehend, weil mit positivem Heilungsverlauf - den gesamten Alltag komplett auf den Kopf stellen zu müssen. Dies ist in aller Regel verbunden mit großen finanziellen Belastungen, denen nicht immer jede betroffene Familie standhalten kann. Umso wichtiger, dass es gerade diesen Eltern ermöglicht wird, ohne finanziellen Spagat ihren Kindern bei der Behandlung von Leukämie beizustehen, in ihrer Nähe sein zu können und selbst ebenfalls, so gut es geht, damit umgehen zu können. Die zur Verfügung stehenden Appartements sind schnell belegt, zusätzliche akzeptable Quartiere in Kliniknähe stehen nicht immer zur Verfügung - oder nicht sofort - und diese Zeit dann mit Hotel- oder Pensionszimmern überbrücken zu müssen, ist nicht nur sehr teuer, sondern oftmals auch reichlich anonym, sodass zusätzliche Belastungen auch psychischer Art entstehen können.
Von besonderer Dringlichkeit ist - ganz nebenbei - auch, den Eltern verbesserte Rahmenbedingungen zu ermöglichen, damit sie selbst nicht zusammenbrechen und den langen Weg mit ihren Kindern bei der Behandlung von Leukämie bestmöglichst mitgehen und durchstehen können. Selbst bei idealen Behandlungsbedingungen muss die Sorge um ein todkrankes Kind manches Mal unerträglich erscheinen. Diesen Eltern Trost und Kraft zu geben und therapeutisch und mental fachmännische Hilfe anbieten zu können, ist sicherlich ähnlich wichtig, wie die Behandlung der Kinder.